Borken - Schüler bei Unfall leicht verletzt

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Pressemitteilung der Polizei Borken vom 2006/02/08

POL-BOR: Borken - Schüler bei Unfall leicht verletzt
08.02.2006 - 14:50 Uhr, Polizei Borken

   Borken (ots) - Am Mittwoch befuhr eine 37-jährige Pkw-Fahrerin aus
Borken gegen 07.10 Uhr die Straße Langenkamp in Richtung Ahauser 
Straße. Als sie nach rechts auf die Ahauser Straße abbog, kam es zum 
Zusammenstoß mit einem 16-jährigen Radfahrer aus Borken, welcher den 
Radweg der Ahauser Straße entgegengesetzt der vorgeschriebenen 
Fahrtrichtung auf dem linkseitigen Radweg in Richtung Gemen befuhr. 
Zudem war die Beleuchtung am Fahrrad des Jugendlichen defekt. Der 
16-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Ein Transport ins 
Krankenhaus war nicht notwendig. Der Sachschaden beträgt ca. 350 
Euro.

   Dieser Unfall bestätigt wieder einmal die bei der heutigen 
Pressekonferenz durch Landrat Gerd Wiesmann getätigten Aussagen. Gerd
Wiesmann machte deutlich, dass in vielen Fällen das sorglose 
Verhalten der Radfahrer dazu führe, dass sie zu einem so hohen Anteil
an Verkehrsunfällen mit Personenschäden beteiligt sind. In diesem 
Fall kamen mit dem Befahren des falschen Radweges und den nicht 
beleuchteten Fahrrades zwei der schlimmsten Sünden zusammen.

ots Originaltext: Polizei Borken

Quelle: http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_story.htx?nr=783486

 

Kommentar

Natürlich ist es falsch, bei Dunkelheit bzw. Dämmerung ohne Licht zu fahren. Auch sollte man Rad_wege schon gar nicht entgegen der angeordneten Fahrtrichtung benutzen.

Aber bitte was soll diese oberlehrerhafte Bemerkung des Landrats Wiesmann? Möchte er uns sagen Fahrradfahrer seien sowieso selber schuld, wenn sie unter die Räder kommen?

Man sollte sich vielleicht erst einmal fragen, wie es dazu kommt daß viele mit dem Fahrrad auf der falschen Seite, oftmals sogar auf Gehwegen fahren. Kommt das etwa daher, daß hierzulande den Leuten von klein auf eingetrichtert wird, die Fahrbahn sei viel zu gefährlich, mit dem Fahrrad hätte man dort nichts verloren und wenn dann nur ganz weit rechts ... am besten im Rinnstein?

So lange das Automobil der Volksfetisch Nummer 1 bleibt, Fahrradfahrer als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse (bestenfalls) angesehen weden -- so lange braucht man sich über derartiges Fehlverhalten nicht zu wundern.

 

 

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