Hövelhof, Staumühler Straße

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Pressemitteilung der Jungen Union Hövelhof vom 2007/03/05

Unsinnige Beschilderung und Anordnung aufheben

Junge Union fordert Rücknahme der Verkehrsanordnung

Hövelhof, 05.03.2007

 Für große Diskussion und Irritation sorgt die neue Ausschilderung des
 ehemaligen Rad- und Fußweges an der Staumühlerstraße für Autofahrer,
 Radfahrer und auch Fußgänger. Jahrelang wurde der separat von der
 Fahrbahn abgetrennte Weg von Radfahrern und Fußgängern zugleich
 benutzt. Dabei ist es nie zu größeren Problemen zwischen Radfahrern
 und Fußgängern gekommen", so Christian Berg von der JU Hövelhof.
 Jedoch hat sich die Hövelhofer Polizei für die Ausweisung des
 ehemaligen Rad- und Fußweges in eben nur noch einen Fußweg
 ausgesprochen. Die Kreispolizeibehörde drängte auf eine rasche
 Umsetzung und die neue Verkehrsanordnung seitens des Kreises und des
 Landrates Manfred Müller stellt die Gemeinde und die Bürger vor
 vollendete Tatsachen. Radfahrer müssen von nun an auf die Fahrbahn
 und der neu ausgewiesene Fußweg darf nur noch von Fußgängern und von
 Kindern unter 10 Jahren mit Fahrrädern benutzt werden. Irrsinnig
 dabei ist, dass die Beschilderung nur auf einem Teilstück zwischen
 Bentlakestraße und Wassermannsweg vorgenommen worden ist. Wer nun
 meint, ab dem Wassermannsweg mit dem Fahrrad wieder auf dem
 ehemaligen Fuß- und Radweg in Richtung Dorf fahren zu dürfen,
 riskiert ein Verwarnungsgeld, denn auch dieses Teilstück ist nun nur
 noch ein Fußweg", berichtet der Vorsitzende der Jungen Union Hövelhof
 Christian Berg. Wenn eine neue Verkehrsanordnung beschlossen wird und
 neue Schilder aufgestellt werden, dann doch bitte auch vernünftig und
 eindeutig. Was der Kreis und der Landrat hier mit aller Macht gegen
 den Willen der Bürger durchgedrückt haben, ist nicht in Ordnung."
 Nicht nur bei der Jungen Union stößt die Maßnahme der Polizei, des
 Kreises und des Landrats auf Ablehnung. Ebenfalls haben sich
 Bürgermeister Michael Berens, der Bauausschuss und die
 Gemeindeverwaltung gegen diese Anordnung ausgesprochen. Nach Meinung
 der JU sollte die Verkehrsanordnung schnellstmöglich zurückgenommen
 werden. Christian Berg weiter: Wir fordern Landrat Manfred Müller zur
 sofortigen Rücknahme der Verkehrsanordnung und den Abbau der Schilder
 auf. Was jahrelang gut funktionierte, muss doch nicht durch neue
 Anordnungen verkompliziert werden. Die Polizei sollte sich um
 wesentlichere Dinge kümmern können und nicht nur den Fahrradverkehr
 kontrollieren müssen. Also weg mit den Schildern." 

(Original dieser PM auf dem Webserver der JU Hövelhof)

Pressemitteilung des Landrats Manfred Müller vom 2007/03/07

POL-PB: Landrat Müller schreibt an Junge Union Hövelhof:
   "Unsere Gesetze lassen keine andere Entscheidung zu"

07.03.2007 - 15:28 Uhr, Polizei Paderborn

   Paderborn (ots) - Paderborn/Hövelhof

   (mb) Die öffentlich geführte Diskussion um die Verkehrsregelung an
 der Staumühler Straße veranlasste Landrat Manfred Müller zu einem 
 Schreiben an den Vorsitzenden der Hövelhofer JU.
 Müller: "Bei allem Respekt vor dem intensiven Einsatz der jungen 
 Ortspolitiker für die Verkehrssicherheit muss ich in diesem Fall 
 deutlich machen, dass die jetzt von mir an der Staumühler Straße 
 umgesetzten Verkehrsregelungen der aktuellen Gesetzeslage entsprechen
 und so wesentlich zur Steigerung der Verkehrssicherheit beitragen."
 Auch wenn bis jetzt nichts passiert ist, so Müller weiter, können 
 Straßenverkehrsamt und Polizei nicht die Augen vor veränderten 
 Verkehrssituationen schließen. Die Straßenverkehrsordnung und dazu 
 bestehende Verwaltungsvorschriften lassen einen gesonderten Radweg in
 einer 30er Zone nicht zu. Hinzu kommt, dass ein gemeinsamer Weg für 
 Radfahrer und Fußgänger eine bestimmte Breite nicht unterschreiten 
 darf.
 Müller: "Meine Endscheidung berücksichtigt die Interessen aller 
 Verkehrsteilnehmer. Gefährliche Situationen auf einem engen Fuß- und 
 Radweg, bei steigender Anzahl von Radfahrern und die durch Bebauungen
 am Ortsrand gestiegene Gesamtverkehrslast, kann ich aus eigener 
 Überzeugung und aufgrund der Gesetze nicht zulassen."
 Der Landrat plädiert für einheitliche Regelungen im gesamten 
 Kreisgebiet. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf durchgängige und 
 allenorts möglichst identische Verkehrsführungen verlassen können. 
 Aufgrund der baulichen Straßen- und Wegekonzeption an der Staumühler 
 Straße kann auf eine Beschilderung nicht verzichtet werden. Müller 
 zur jetzt eindeutigen Regelung: "Die Fußgänger, unsere 'schwächsten 
 Verkehrsteilnehmer' haben einen eigenen Weg, Radfahrer und Autos 
 gehören auf die Fahrbahn. Gefährliche Situationen zwischen Radlern 
 und Fußgängern, wie sie mir von der Staumühler Straße gerade in 
 Schulnähe geschildert worden sind, sind jetzt ausgeschlossen, wenn 
 sich alle an die Verkehrsregeln halten." Dass das auch in Hövelhof 
 nicht immer der Fall ist, zeigt ein Unfall vom vergangenen Freitag. 
 An der Bahnhofstraße fuhr ein Radfahrer verbotenerweise auf dem 
 Gehweg und zudem noch entgegen der Fahrtrichtung. Als eine 
 Autofahrerin von einem Parkplatz fuhr, kollidierte der Radler mit dem
 Auto und flog über seinen Fahrradlenker gegen das Fahrzeug. 
 Glücklicherweise wurde der Zweiradfahrer nur leicht verletzt.
 Erklärtes Ziel der Kreispolizeibehörde ist eine Verbesserung der 
 Verkehrssicherheit. Landrat Müller: "Um dieses Ziel zu erreichen, ist
 eine flächendeckende Überprüfung von Verkehrsführungen erforderlich. 
 Weil immer wieder Unfälle durch Fehlverhalten passieren und nicht 
 immer so glimpflich wie an der Bahnhofstraße ausgehen, sind auch 
 Polizeikontrollen unerlässlich."
 

ots Originaltext: Polizei Paderborn
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=55625

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Paderborn
Riemekestraße 60- 62 
33102 Paderborn 
Pressestelle
 
Telefon: 05251/306-1273 /-1275
Fax: 05251/306-1098
E-Mail: pressestelle@polizei-paderborn.de
www.kpb-paderborn.nrw.de

(Original dieser PM auf PressePortal.de)

 

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